Das „Klever Modell“

Engagement
Das „Klever Modell“
Die Opfer von schweren Verkehrsunfällen leiden nicht selten ein Leben lang. Ebenso ihre Familien oder auch unverletzte Betroffene. Hier eine bessere Betreuung anzubieten ist das Ziel des „Klever Modells“. Foto: Polizei NRW

Einzigartig in Nordrhein-Westfalen:

Das „Klever Modell“

Folkhard Werth, Landespfarrer für Polizeiseelsorge erinnert sich, was ihm die Opferbetreuer sagten, als er sich ihnen vorstellte: „Sie sagten sie hätten seit langer Zeit zum ersten Mal wieder den Eindruck, etwas wirklich Sinnvolles zu tun!“ Das wiederum beeindruckt den Pfarrer bis heute. Mit Unterstützung der Stiftung Polizeiseelsorge führt er einmal pro Jahr einen Fortbildungstag für alle Opferbetreuer der Kreispolizeibehörde Kleve durch.

Opferbetreuung rund um die Uhr

Das „Klever Modell“, wie diese Form der Opferbetreuung genannt wird, gibt es seit 2002. In der Kreispolizeibehörde Kleve stellen sich etwa etwa 30 Polizistinnen und Polizisten sowie Tarifbeschäftigte zur Verfügung, die freiwillig eine Rund-um-die-Uhr-Bereitschaft besetzen, um entweder Todesnachrichten zu übermitteln oder unverletzte Betroffene nach schweren Unfällen zu betreuen. Und immer fahren zwei PolizistInnen und ein Mitglied der Notfallseelsorge im Team raus.  

Hintergrund dieses Projektes der Kreispolizeibehörde Kleve und der Evangelischen Kirche im Rheinland ist die oft unzureichende Begleitung von Opfern und aller übrigen Beteiligten nach einem schweren Unfall oder auch einem anderen einschneidenden Ereignis. Der Schwerpunkt liegt auf Unglücken mit Todesfällen, zumeist sind es jedoch Verkehrsunfälle.

Die Beamtinnen und Beamten sind nicht nur besonders geschult in der Überbringung von Todesnachrichten, sondern kümmern sich auf unterschiedliche Weise auch danach um Betroffene oder Hinterbliebene.

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