Loveparade 2010

Engagement
Loveparade 2010
Die LandespfarrerInnen für Polizeiseelsorge Bianca van der Heyden und Folkhard Werth bei der Gedenkfeier ein Jahr nach der Katastrophe am Ort des Geschehens. Foto: Polizei NRW

„Es wurden ganz viele gerettet! Aber es ist natürlich für die Polizei oder für einen Polizisten ein absoluter Albtraum, wenn in seiner Anwesenheit Menschen sterben.“

Dieser Satz der Landespfarrerin für Polizeiseelsorge, Bianca van der Heyden, offenbart, warum eine Einsatzbegleitung durch die Polizeipfarrer kein unterhaltsamer Ausflug ist, sondern im Handumdrehen zur Katastrophenhilfe werden kann. Jederzeit. An jedem Ort. Weder Polizei noch die sie begleitenden Pfarrer sind davor gefeit, dass vermeintlich „normale“ Einsätze sekundenschnell ins Gegenteil umschlagen können.

Und er offenbart, was „die Öffentlichkeit“ allzu oft ignoriert: Hinter „der Polizei“ und ihren auch bei der Loveparade vielgescholtenen Fehlern stehen die unterschiedlichsten Menschen, die unterschiedlichsten Aufgaben und Situationen – da muss man differenzieren und nicht mit Schuldzuweisungen und Unwissen eine ganze Berufsgruppe pauschal verdammen.

Es hätte so ein Tag werden können, der perfekt ist: Schönes Wetter, gute Stimmung. Der Tag mutierte zu einer Katastrophe.

Landespfarrerin Bianca van der Heyden war gefragt worden, ob sie bei der Autobahnpolizei am Samstag, dem 25. Juli 2010 eine Einsatzbegleitung übernehmen wolle. Sie sagte zu. „Das hieß, die Schicht fing um sechs Uhr morgens an und es ging darum zu kontrollieren, ob die Autobahn vollständig abgesperrt war. Ich erinnere mich daran, dass wir eine Schwangere, die dringend in die Klinik musste, noch mit Blaulicht begleitet haben über diese abgesperrte Autobahn. Ansonsten war das ein ganz normaler, schöner, ruhiger Einsatz. Bis dahin!“

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